Gleich nach Betreten des Büros im kalifornischen Santa Ana erwarteten ihn seine Freunde und sangen: „… my Life would make a damn good Countrysong“ und überreichten ihm ein gerahmtes Bild mit ihm auf einer Motocross-Maschine mit Sprechblase und dem Anfang des Textes eines alten Songs vom „Killer“ Jerry-Lee-Lewis. Er hielt das Bild in seinen Händen, blickte aus dem Fenster und erinnerte sich, als er vor wenigen Monaten mit Freund Gerold in Paris durch eine Shopping Mall spazierte und plötzlich Erinnerungen auftauchten. Sein Blick wanderte über die bunten Geschäfte rechts und links von ihm und alles löste sich in Bilder auf, es waren zerrissene Bilder … da waren die Russen in seiner Heimatstadt gegen Kriegsende, seine Schwestern, Eltern, Boxen, Schirennen, finstere Erinnerungen an Schulzeit, Internat, erste zaghafte Lieben, dann Autorennen, Stuntman bei Actionfilmen, Motocross, Combat-Pistolenschießen, Knallereien auf Tontauben, als Eishockeytormann gegen steinharte „Pucks“, dazwischen Ehe mit drei wunderschönen Töchtern, teure Jugendstilvilla in einem Kurort, mit einem Tenorsaxophon in dunklen Jazzkellern, eine Cessna Oskar-Charly-Mike-Lima, nach einem anfangs harmlosen Gespräch mit Freunden die Matura nachgeholt, gleich drauf Doktoranden-Studium und Verhaltensforschung mit großen Haien off Andrews Islands – schließlich das abrupte Ende der Ehe mit der Begründung, sie könne nicht mit einem Ungläubigen unter einem Dach leben, sie war den Zeugen Jehovas beigetreten. Klar, unzählige Weibergeschichten waren seiner Partnerin nach rund fünfundzwanzig Jahren zu viel geworden.